Bauforschung

Sixn


Analytische Bauaufnahme eines Bauernhofes


Eine erste urkundliche Erwähnung des Sixt, der durch eine Hofteilung hervorging ist, ist im Tegernseer Steuerbuch von 1516-19 zu finden.

Der Einfirsthof ist nach Westen ausgerichtet, der Eingang des Seitenflurhauses befindet sich auf der Südseite. Nach Osten hin befindet sich der gemauerte Stall und darüber die Hochtenne als Holzständerkonstruktion. Das Erdgeschoß des Wohnhauses ist gemauert, das Obergeschoß ist teilweise als Blockbau ausgeführt, welcher außen vollständig und innen in den Kammern verputzt ist. Mit den barocken Zierformen der Laubenträger, der wohl noch bauzeitlichen Haustür, der reich gesägten Firstpfette mit geschnitzter Kartusche (V 1789 E) und der umlaufenen Schalung mit gesägten Belichtungs- und Belüftungsöffnungen mit Fassungsresten hat sich der Sixn-Hof durch seine zahlreichen spätbarocken Ausstattungs- und Baudetails in einem überzeugend authentischen Zustand bewahren können.  


Projektbeteiligte: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege